Interdisziplinärer Forschungsverbund (IFV): Sprachentwicklung von Grundschulkindern mit Migrationshintergrund

Im Rahmen des IFV wird eine Studie zum Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschen bei Grundschulkindern mit unterschiedlichen Herkunftssprachen durchgeführt. Bei den Herkunftssprachen handelt es sich um stark vertretene Minderheitssprachen wie Russisch, Türkisch und Arabisch. An der Studie wird auch ein Teil der Kinder aus der BIVEM-Studie teilnehmen, deren sprachliche Entwicklung bereits über mehrere Jahre im Elementarbereich untersucht wurde. Mit der Integration von Kindern aus der BIVEM-Förderphase bietet sich eine einzigartige Gelegenheit, die Sprachentwicklung von über 100 russisch-deutsch oder türkisch-deutsch bilingualen Kindern bis in die Grundschule zu verfolgen und zu untersuchen. Die Erstuntersuchung dieser Kinder hatte bei ihrem Eintritt in die Kita im Alter von 2-3 Jahren stattgefunden. In der Studie, die an Grundschulen durchgeführt wird, liegt der Fokus auf dem Erwerb und der Entwicklung der Schriftsprache sowie auf Indikatoren, die auf mögliche Probleme im Bereich des Schriftspracherwerbs hinweisen. Diese sollen anhand der Ergebnisse aus den früheren Phasen der sprachlichen Entwicklung (z.B. Erzählfähigkeiten) identifiziert werden.

Im Verbund soll die Expertise aus Sprachwissenschaft und Sozialpädagogik mit dem Expertenwissen, das Lehrkräfte, ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen aus den Berliner Schulen und Familienzentren mitbringen, zusammengeführt werden.







Förderung

Land Berlin

Förderzeitraum

01.10.2016 – 30.09.2019

Leitung

PD Dr. Natalia Gagarina & Prof. Dr. Manfred Krifka